Margot Betti Frank

 

16.02.1926

unbekannt

Lebensdaten

Geburtsdatum

16.02.1926

Geburtsort

Frankfurt am Main

Letzte Adresse

Beitragen

Adressen

Marbachweg, Ganghoferstraße

Deportiert am

08.08.1944

Deportiert nach

Westerbork, Auschwitz, Bergen-Belsen

Todesdatum

Beitragen

Todesort

Bergen-Belsen

Margot Frank im Mai 1942

Margot Frank im Mai 1942

©Anne Frank Fonds Basel, CH

Erstellt von Redakteur:in

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Margot Frank im Mai 1942

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Biografie

in Frankfurt am Main geboren; Tochter des Kaufmanns Otto Heinrich Frank und von Edith Frank, geb. Holländer, Schwester von Anne Frank.

Ostern 1932 Einschulung in die Ludwig-Richter-Schule in Eschersheim, ab 16. März 1933 Besuch der Varrentrapp-Schule. Frankfurter Adressen Beethovenplatz (heutige Dantestraße), bis 1930 Marbachweg 307, bis März 1933 Ganghoferstraße 24.

Der Vater war 1914/15 Leiter des Hammerwerkes in Plettenberg in Westfalen; anschließend Soldat im Ersten Weltkrieg; ab 1919 zusammen mit seinem Bruder Übernahme des väterlichen Bankgeschäftes „Michael Frank“, Bockenheimer Anlage 20; ab 1928 zusätzlich Geschäftsführer der „Sodener Mineralprodukte GmbH“ in Bad Soden; nach der Emigration der Familie Auflösung der Geschäfte.

Nachdem der Vater bereits im September 1933 in Amsterdam (Holland) die Firma „Niederländische Opekta Aktiengesellschaft“ gegründet hatte, Flucht von Margot zusammen mit ihrer Mutter im Dezember 1933 in das niederländische nach Amsterdam, Merwedeplein 37; Anne folgte im Februar oder März 1934. Dort Besuch der Montessori-Schule und ab Oktober 1941 Zwangsbesuch des Jüdischen Lyceums; Margot Betti Frank hatte die Absicht, Lehrerin, Ärztin oder Hebammenschwester zu werden.

Aufgrund der sich permanent verschärfenden Rassengesetzgebung nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen, Beschluss der Familie am 6. Juli 1942, in einem Hinterhaus, Prinsengracht 263, unterzutauchen. Die Entscheidung fiel, als Margot Frank am 5. Juli 1942 eine Aufforderung erhielt, sich zum Arbeitseinsatz im Osten zu melden. Am 4. August 1944 Entdeckung des Verstecks durch die Polizei unter Leitung eines SS-Offiziers.

Margot und ihre Familie wurden zunächst am 8. August 1944 in das Sammellager Westerbork und am 3. September 1944 in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verschleppt. Dort starb am 6. Januar 1945 Mutter Edith Frank an Entkräftung. Bevor sowjetische Truppen Auschwitz befreiten, am 28. Oktober 1944 Weitertransport von Margot und Anne in das Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo beide im März 1945 an einer Typhusinfektion starben; laut niederländischem Rotem Kreuz gilt Margot Betti Frank als am 31. März 1945 verstorben.

Der Vater Otto Frank überlebte.

Annes zwischen 1942 und 1944 entstandene Tagebuchnotizen erschienen 1947 unter dem Titel „Het Achterhuis“, 1950 in deutscher Übersetzung und 1986 als ungekürzte, kritische Ausgabe unter dem Titel „Die Tagebücher der Anne Frank“; 1957 Aufführung der Bühnenfassung der Tagebücher in Frankfurt.

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