Edith Frank

geb. Hollaender

16.01.1900

06.01.1945

Lebensdaten

Nachname (korr.)

Frank-Hollaender

Geburtsdatum

16.01.1900

Geburtsort

Aachen

Letzte Adresse

Beitragen

Adressen

Beethovenplatz, Marbachweg, Ganghoferstraße

Deportiert am

04.08.1944

Deportiert nach

Westerbork, Auschwitz

Todesdatum

06.01.1945

Todesort

Auschwitz

©Anne Frank Fonds Basel, CH

Erstellt von Redakteur:in

Erstellt von Redakteur:in

Du hast ein Foto, auf dem Edith Frank zu sehen ist, oder ein Dokument, in dem Edith Frank erwähnt wird?

©Anne Frank Fonds Basel, CH

Erstellt von Redakteur:in

1/3

Biografie

Nachname auch Frank-Hollaender; in Aachen geboren; Ehefrau des Kaufmanns Otto Heinrich Frank, Mutter von Anne und Margot Frank.

Frankfurter Adressen Beethovenplatz 4 (Dantestraße 4), bis 1930 Marbachweg 307, bis März 1933 Ganghoferstraße 24. Der Ehemann war 1914/15 Leiter des Hammerwerkes in Plettenberg in Westfalen; anschließend Soldat im Ersten Weltkrieg; ab 1919 zusammen mit dem Bruder Übernahme des väterlichen Bankgeschäftes „Michael Frank“, Bockenheimer Anlage 20; ab 1928 zusätzlich Geschäftsführer der „Sodener Mineralprodukte GmbH“ in Bad Soden; nach der Emigration der Familie Auflösung der Geschäfte. Nachdem Otto Heinrich Frank im September 1933 in Amsterdam (Holland) die Firma „Niederländische Opekta Aktiengesellschaft“ gegründet hatte, Flucht von Edith und Margot Frank im Dezember 1933 in das niederländische Exil nach Amsterdam, Merwedeplein 37; Tochter Anne folgte im März 1934. Aufgrund der sich permanent verschärfenden Rassengesetzgebung nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen, Beschluß der Familie, am 6. Juli 1942 in einem Hinterhaus, Prinsengracht 263, unterzutauchen.

Am 4. August 1944 Entdeckung des Verstecks durch die Polizei unter Leitung eines SS-Offiziers; Edith Frank und ihre Familie wurden zunächst in das Sammellager Westerbork und am 3. September 1944 weiter in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, wo Edith Frank nach Zeugenaussagen vier Monate später an Entkräftung starb. Ihre Töchter Anne und Margot wurden in das Konzentrationslager Bergen-Belsen weiterdeportiert, wo beide im März 1945 an einer Typhusinfektion ums Leben kamen. Der Vater Otto Heinrich Frank überlebte. Annes zwischen 1942 und 1944 entstandene Tagebuchnotizen erschienen 1947 unter dem Titel „Het Achterhuis“, 1950 in deutscher Übersetzung und 1986 als ungekürzte, kritische Ausgabe unter dem Titel „Die Tagebücher der Anne Frank“; 1957 Aufführung der Bühnenfassung der Tagebücher in Frankfurt.

Ergänzungen von User:innen dieser Website

Du möchstest gerne Lebensdaten ergänzen? Oder die Biografie um eine Geschichte aus dem Leben von Edith Frank erweitern?

Glossar

Biografie zuletzt aktualisiert am: 08.11.2022 04:43

Shoah Memorial Frankfurt

In Erinnerung an mehr als 12.000 Menschen, die als Jüdinnen und Juden verfolgt und ermordet wurden.

Museum Judengasse LogoFrankfurt und der Nationalsozialismus Logo

Ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht von Oktober 2021 bis Dezember 2022, gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF).

Bundesministerium der Finanzen LogoEVZ Logo